Eigenverantwortung in der Krise!

Dieser Bericht ist eine Ergänzung zu der bereits gestern veröffentlichten Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusministeriums zum Thema: “Kitas bleiben offen”. Der Kita-Stadtelternrat Sarstedt um Christof Gebhardt hat klare Worte gefunden, um die prekäre Situation zwischen Krise und Kommunikation für uns Eltern zusammenzufassen. Wir haben die Erlaubnis, es mit euch zu teilen:

Liebe Eltern, die Lage ist leider ernst. Zwischen 15.000 und 30.000 Menschen infizieren sich derzeit täglich mit dem Coronavirus, es gibt deutschlandweit jeden Tag fast 600 Tote. Die Regelungen im November 2020 hat das Fortschreiten der Pandemie nicht ausreichend verhindern können. Mit dem 16.12.2020 ist nun auch in Niedersachsen der Lockdown beschlossen. Anders als im Frühjahr bleiben aber die „Kindertagesstätten“ nach Aussage des zuständigen niedersächsischen Kultusministeriums offen. Das Ministerium formuliert in diesem Zusammenhang die Bitte bzw. den Appell, dass „alle Erziehungsberechtigten, sofern sie eine anderweitige Betreuung sicherstellen können, die Kinder bis zum 10.01.2021 nicht in die Betreuung zu geben.

Damit umgeht die Landesregierung die Problematik der uns bekannten Situation im Frühjahr bzgl. der Notbetreuung und der damit verbundenen Definition der „Systemrelevanz“. Damit stellt sich die Situation wie folgt dar: Kitas offen, incl. dem Appell an die Eltern, das Angebot besser nicht zu nutzen. Dies ist aus Sicht einiger Eltern die denkbar schlechteste Lösung. Denn die Frage nach „Wann ist es denn »absolut notwendig«, dass ein Kind in der Kita betreut werden muss? Bzw. Wie entscheidet man so etwas?“ ist leider unklar.

„Fest steht nur, dass die Eltern mit dieser Politik in eine moralische Zwickmühle geraten (können). Eine Politik der klaren Regeln geht anders, in einer Zeit der großen Verunsicherung die Menschen noch ein Stück mehr zu verunsichern, das ist beachtlich.“ (Lukas Eberle, Düsseldorf, Spiegel Online, 13.12.2020)

Fakt ist, die aktuelle Situation beweist einmal mehr, dass der Verlauf und die  Entwicklung der täglichen Nachrichten von der Verantwortung jeder / jedes Einzelnen abhängt. Die Rollendifferenzen zwischen Elternverantwortung, Berufstätigkeit, Partnerschaft und Bürger/innen-Pflicht muss Jede / Jeder selbst familiär eigenverantwortlich klären. Das aber verbindet uns.

Abschließend möchten wir Euch auf die Homepage des Niedersächsischen Kultusministeriums und den dort hinterlegten FAQ (Kindertageseinrichtungen in Corona-Zeiten) hinweisen. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten abgebildet.

Ebenso möchten wir Euch auf die Pressemitteilung der „BevKi – Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege“ hinweisen. Die dort beschriebene Variante bzw. der dort beschrieben Weg durch bezahlte Sonderurlaubstage würden wir unterstützen. Die Pressemitteilung findet ihr hier!

Bitte bleibt Gesund! Passt auf Euch auf!

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