Infos zu Schnelltests – Sondersitzung vom 03.05.21

Liebe Eltern, 
für alle die unsere Online-Sonderveranstaltung am Montag (03. Mai) verpasst haben, hier die wichtigsten Infos und sehr hilfreiche Links nochmal zusammengefasst.Insbesondere für alle Eltern, die ihre Kinder per Schnelltest testen möchten:


1. Wenn ihr nicht möchtet, dass Euer Kind den Test mit Euch verknüpft, steht es Euch frei Euer Kind 1x wöchentlich in den öffentlichen Testzentren testen zu lassen.


2. Wer sein Kind selber testen möchte, findet hier hilfreiche Tipps, die von Kinderärzten zusammengestellt wurden:
https://www.dgkj.de/fileadmin/user_upload/Meldungen_2021/Anwendungshinweise_zu_Corona-Selbsttests_bei_Kindern.pdf


3. Eine Liste aller zugelassenen Selbsttests in Deutschland findet ihr hier:      
      https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html

Bei allen weiteren Fragen ist Euer Kinderarzt sicherlich der beste Ansprechpartner – er kennt Euch und Eure Kinder am besten. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. stellt auch immer wieder auf ihrer Homepage Infos zum Thema Coronavirus und Kinder zur Verfügung
 https://www.dgkj.de/fachinformationen-der-kinder-und-jugendmedizin-zum-corona-virus

Euer SER

Umfrageergebnisse zum “Testen von Kindern”

Am 22.04.21 hatten wir euch gefragt, wie ihr zum Testen von Kindern steht. In der nachfolgenden Übersicht findet ihr die Ergebnisse der Umfrage für Göttingen.

Ergebnisse der Umfrage vom 22.04.21 zum Thema “Testen von Kindern” von 538 Göttinger Familien

An der Umfrage nahmen demnach 538 Familien aus dem Stadtgebiet teil. Das Ergebnis ist genauso kontrovers wie die Diskussion um das Thema selbst.

Mittlerweile können Eltern Kita-Kinder mit Tests von Ihren Einrichtungen freiwillig testen. Infos zum Thema “Testen von Kindern” findet ihr in unserem Artikel “Infos zu Schnelltests – Sondersitzung vom 03.05.21”

Einladung zur Online-Veranstaltung des Kita-Stadtelternrates Göttingen

Liebe Eltern, liebe Kita-Betreuer*innen

Wir als Vorstand des Stadtelternrats möchten gern Ansprechpartner für Eure aktuellen Sorgen und Fragen sein. Wir haben uns deshalb entschlossen, am 3.5.2021 eine Online-Veranstaltung für Euch zu machen. Ein gemeinsamer Austausch, bei dem wir zum einen ein Bild unter der Göttinger Elternschaft sowie Kita-Personal einholen, als auch einen Göttinger Kinderarzt hinzuholen möchten, der für einige Fragen zum Thema Testung bei Kindern zur Verfügung steht.

Darüber hinaus sind wir interessiert an einem Überblick, wie die Corona-Regeln in eurer Kita umgesetzt werden und uns dazu austauschen.

Damit dieses – sicher sehr emotionale – Thema während dieser Diskussion nicht zu sehr ausufert, möchten wir gern vorab Eure Fragen und Wunschthemen sammeln, damit sowohl wir als auch der Kinderarzt dann möglichst konkret antworten können. Bitte sendet uns bis Ende dieser Woche (Freitag, den 30. April) Eure Fragen zu.

Ebenso wäre es für uns gut, wenn Ihr uns per Mail kurz sagen könntet, ob Ihr Interesse habt teilzunehmen. Antwortet dafür einfach auf diese Mail. (kontakt@kita-eltern-goettingen.de)

Die Veranstaltung findet auf dem beim Rechenzentrum der Universität gehosteten System BigBlueButton statt. Es ist außer einem Browser (Firefox etc.) nichts weiter notwendig. Die Teilnahme funktioniert auf allen Endgeräten.

Termin: 3. Mai 2021
Zeit: 20:00 Uhr
Link: https://meet.gwdg.de/b/sus-hf4-yih-0zr
Technische Hinweise:
https://kita-eltern-goettingen.de/technische-hinweise-zur-vollversammlung-auf-bigbluebutton

Service-Post Corona-Szenarien

Liebe Eltern,

für viele ist es gerade schwer den Überblick zu behalten: was gilt wann, wo gibt es zuverlässige Informationen, wer hilft mir?

Wir haben Euch eine Übersicht der gerade wichtigsten Punkte erstellt. Solltet Ihr darüber hinaus noch Fragen haben oder Hilfe benötigen, schreibt uns eine Email (kontakt@kita-eltern-goettingen.de) – Ihr seid nicht allein!

Aktuelle Informationen

Krippen / Kindergärten

Grundsätzlich gibt es drei sogenannte Szenarien, in denen Kitas unter Pandemiebedingungen betrieben werden können:

  • Szenario A: Regelbetrieb unter Beachtung von Hygienevorschriften ohne größere Einschränkungen
  • Szenario B: eingeschränkter Betrieb
  • Szenario C: der Betrieb ist untersagt und es kann in begrenztem Umfang eine Notbetreuung angeboten werden

Aktuell gilt in ganz Niedersachsen:
Liegt die Inzidenz unter 100, gilt Szenario B.
Das heißt z.B., dass die Kinder unterschiedlicher Gruppen keinen Kontakt zueinander haben dürfen, also z.B. auch nicht zusammen im Garten spielen dürfen. Welche Maßnahmen genau einzuhalten sind, kann hier nachgelesen werden:

Liegt die Inzidenz über 100, gilt Szenario C.
Wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen der Inzidenzwert in Göttingen über 100 liegt, müssen die Kitas wieder schließen und dürfen nur noch eine Notbetreuung anbieten. Konkret bedeutet dies für die Gruppengröße:

  • in der Krippe (Kinder unter 3 Jahren)= in der Regel maximal 8 Kinder
  • im Kindergarten (Kinder über 3 Jahren)= in der Regel maximal 13 Kinder

In der Politik wird momentan diskutiert, landesweit einheitliche Maßnahmen bei einer Inzidenz von über 100 umzusetzen. Aktuell liegt es aber noch in der Hand Eures Kita-Trägers, wie genau er Szenario C (die Notbetreuung) umsetzt. Der Niedersächsische Rahmen-Hygieneplan Corona Kindertagesbetreuung dient dabei als Unterstützung.


Darf mein Kind mit Erkältungssymptomen in die Kita gehen?

Ob es sich nur um einen banalen Infekt oder tatsächlich um ein Symptom des Corona-Virus handelt, ist nicht so einfach zu sagen.
Es wäre schön, wenn sich alle Eltern gegenseitig unterstützen würden und kranke Kinder prinzipiell Zuhause lassen. Auch wenn es nur ein Schnupfen ist; die Erzieher/innen, Kinder und deren Eltern sind dankbar, nicht auch angesteckt zu werden.
Wer sich unsicher ist, wendet sich am besten an seinen Kinderarzt/ärztin und/oder führt einen Corona-Selbsttest bei seinem Kind durch (siehe Corona-Schnelltests).

Corona-Schnelltests

Selbsttests zeigen nur an, ob man genau in dem Moment, in dem man den Test macht, das Virus ausscheidet. Diese Art von Test zeigt nicht an, ob man sich bereits grundsätzlich mit dem Corona-Virus angesteckt hat!

Erzieher/innen
Dem Kita-Personal sollen seit dem 12.4.2021 zwei Tests pro Woche zur Verfügung gestellt werden.

Kinder
Selbsttests bei Schulkindern wurden bereits eingeführt. Bei Kita-Kindern wird es noch von Fachleuten diskutiert. Fakt ist, dass es zu diesem Thema noch keine offizielle Aussage / Empfehlungen gibt. In einigen Städten laufen bereits Studien dazu, inwiefern dies eine geeignete Maßnahme sein könnte.

Bis es eine Empfehlung/Verordnung gibt, bleibt es Euch als Eltern selbst überlassen, Corona-Schnelltests bei euren Kindern durchzuführen und auch selbst zu bezahlen.

Auch wenn nicht alle Eltern ihre Kinder testen wollen (oder es sich finanziell nicht leisten können), stellt sich ein Selbsttest 2x pro Woche bei den restlichen Kindern der Gruppe dennoch als sinnvoll heraus, um eine unbemerkte Verbreitung des Virus festzustellen.

Testen macht immer Sinn, wenn es regelmäßig passiert!

Wichtig: nicht alle Tests sind für die Anwendung bei Kleinkindern geeignet! Die Kosten liegen zwischen 5-10€ pro Test. Das Ergebnis liegt nach 15-30 Minuten vor. Ein positiver Test muss immer sofort beim Arzt rückversichert werden!

#kinderleidenleise

Der Hashtag sagt bereits alles: Kinder leiden leise. Was bedeutet das, wenn man das letzte Jahr in den Fokus nimmt. Kindern wurde ihr Recht auf frühkindliche Bildung verwehrt, soziale Kontakte unterbunden, zeitweise Spielplätze gesperrt und sie mussten ihre Eltern im HomeOffice ertragen… Können wir oder die politische Spitze wirklich abschätzen, was das mit den Kindern gemacht hat oder noch machen wird? Selbst Wissenschaftler und Ärzte sehen hier ein hohes Risiko – vor allem ein Anstieg an psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zeichnet sich bereits jetzt ab [1].

Uns Eltern beschäftigt dieses Thema. Die niedersächsiche Landeselternvertretung hat deshalb unter dem Hashtag #kinderleidenleise eine Pressemitteilung [2] verfasst und sucht Eltern, die sich über die Entwicklungen ihrer Kinder in der Krise äußern. Die Beiträge werden in den Medien u.a. auf Facebook geteilt.

Es ist ein weiterer Hilferuf an die Politik – nach Petitionen zur Öffnung der Kitas, zahlreichen Briefe an die Politik, die Missstände aufzeigen und Forderungen nach Sicherheit, Impfregelungen für Erzieher*innen und Teststrategien für Kitas enthalten, liegt nun der Fokus auf dem Kindeswohl.

Wenn ihr die Aktion unterstützen möchtet, wendet euch vertrauensvoll an Christine Heymann-Splinter oder Janine Herzberg (Vorsitzende der niedersächsischen LEV). Die Kontaktdaten findet ihr in der Pressemitteilung [2]. Auch die Verbreitung der Informationen an eure Elternvertreter*innen oder betroffene Eltern ist in diesem Falle wieder mal von großer Bedeutung. Auch wir haben stets offene Ohren!

[1] psychische Gesundheit von Kindern: https://www.tagesschau.de/inland/studie-psyche-kinder-gesundheit-101.html

[2] Pressemitteilung #kinderleidenleise

*Öffnung mit Weitblick*

Dies ist eine Stellungnahme zur anhaltenden Schließung der Kitas und in Anlehnung an die Perspektivlosigkeit, die uns momentan fristlos und unabdingbar vorgesetzt wird. Die Weiterleitung an das Göttinger Tageblatt erfolgte!

“Kinder, die nichts dürfen, werden zu Erwachsenen, die nichts können.”
(unbekannter Verfasser)

Das Zitat beschreibt die Situation sehr gut: Die Kinder bleiben eingesperrt, das Recht auf Bildung wird ihnen verwehrt, soziale Interaktion unterbunden – alles Aspekte, die vor der Pandemie an erster Stelle standen und welche für die gesunde Entwicklung eines Menschen unabdingbar sind.

Trotz sinkender Inzidenzahlen und wiederholter Versprechen, den Kindern Vorrang zu geben, bleiben niedersächsische Eltern, Kinder und Kitas perspektivlos. Wir können uns nur wiederholen: Wir schaffen das nicht mehr, die Kita-Leitungen und Erzieher*innen sind überlastet, wir Eltern am Limit. Über die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Wahrnehmung der Situation wird in der Öffentlichkeit nicht einmal mehr diskutiert.

Wir fordern nicht viel: Klare Regelungen und vor allem Perspektiven, keine Floskeln, leere Versprechen oder Blindflüge!

In unserem offenen Brief “AUFRUF ZUM HANDELN”¹ an Lokalpolitik und Verwaltung haben wir bereits aufgezeigt, dass die Öffnung der Kitas auch mit Weitblick vorangetrieben werden kann, wenn die Mittel dazu zur Verfügung stehen.

Niedersachsenweit fordern Eltern und Betroffene der Initiative der Landeselternvertretung folgend eine Inzidenz-basierte Öffnung der Kitas mit der Vorgabe klare Regelungen im Hinblick auf das Infektionsgeschehen zu finden. Der Kita-Stadtelternrat unterstützt die Petition² allumfänglich.

Die Aussicht für Kita-Personal sich – früher als ursprünglich geplant – impfen zu lassen³, ist ein weiterer Grund eine “Öffnung mit Weitblick”¹ transparent voranzutreiben!

¹ “Öffnung mit Weitblick”: https://kita-eltern-goettingen.de/aufruf-zum-handeln
² Petition: https://kita-eltern-goettingen.de/petition-inzidenz-abhaengige-kita-oeffnungen
³ Impfreihenfolge beim Bundesministerium für Gesundheit:
https://www.zusammengegencorona.de/infos-zum-impfen/informationen-fuer-fachleute/die-impfreihenfolge/#faqitem=931c87a2-7ade-5658-86f1-8643df38b888
Meldung Impfreihenfolge beim NDR vom 22.02.21
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Corona-Impfung-Lehrer-und-Erzieher-kommen-frueher-dran,impfungen128.html